Auf zum Limpopo – oder wie man eine Afrika Safari scoutet

SafariScout.com ist immer auf der Suche nach neuen Reisen in Afrika.
Rudyard Kiplings neugieriger Elefant entdeckt den Limpopo Fluss in Südafrika

Meine gute Freundin Annika brauchte eine Auszeit. Und ich als SafariScout.com musste sowieso nach Südafrika. Einen Monat lang wollte ich mit meinen Kunden auf Wildtier-Pirsch im Greater Kruger Nationalpark gehen und als Übersetzerin die deutsche Stimme unseres sehr qualifizierten Guides bei Buschwanderungen und Pirschfahrten sein. In einem kleinen, intimen Camp im Balule Nature Reserve sollten die ersten deutsch übersetzten Safaris von SafariScout.com stattfinden.

Warum also nicht zwei Wochen vor der Arbeit mit Annika zusammen eine neue Safari Route scouten, dachte ich mir. Mehr Urlaub konnte Annika ihrem Chef nicht abluchsen. Zwei Wochen sind besser als nichts, war meine Meinung. Doch meine Mutter war komplett anderer Ansicht! Zähneknirschend hatte sie mir zwar zugesagt, meinen Hund namens Happy während den deutschen Safaris zu betreuen. Aber bei den zwei Extra-Wochen für die neue Reiseroute tat sie sich ähnlich schwer, wie Annikas Chef. Meine Mummsy ist über 80. Happy Hund zwar auch in Hundejahren, aber, da Mummsy Happy wie ein Ersatz-Enkelkind verwöhnt hat, und Enkelkinder, wie auch Hunde-Enkelkinder, dies gnadenlos ausnutzen, schwante Mummsy plötzlich das Ausmaß der Betreuung, das auf sie zu kam.

Erneut mit den Zähnen knirschend willigte sie ein – um SafariScout.com s Willen, und damit ich meine Geschäftsidee vorantreiben kann. Danke, Mummsy!

Bush & Beach – Wildtier Safari und Strandurlaub – lautete meine Idee. Eine private Safari für 2 bis 4 Personen durch Nationalparks in Südafrika bis zum Indischen Ozean nach Mosambik. Mit Camping in naturbelassener Umgebung und Lodge Unterkunft zur Erholung. Keine neue Idee, denn diese Länderkombination wird von einigen Safarifirmen angeboten. Aber niemand, den ich kenne, fährt durch den Kruger Nationalpark über die Ländergrenze durch den Limpopo Transfrontier Nationalpark an die Strände nach Mosambik.

Annika war begeistert von der Safari Route. Sie wollte Ruhe, Natur, Tiere – ein Ambiente, das von ihrem stressigen 14-Stunden-Alltag als Controllerin in einem Industriebetrieb im Ruhrgebiet in etwa so weit entfernt ist, wie die Antarktis vom Mond. Cool, dachte ich mir. Das passt. Denn Annika und ich haben Afrika bereits mehrmals zusammen bereist: Von Kapstadt in Südafrika und Dar es Salaam in Tansania nach Victoria Falls in Simbabwe, von Johannesburg nach Port Elizabeth. Und sind immer Freundinnen geblieben, vor allem, weil wir bereits die aberwitzigsten Situationen auf Reisen zusammen durchgestanden haben:

Wir durchstreiften Dar es Salaam des nachts auf der Suche nach Bier, weil wir nach einer 12 Stunden Anreise aus Deutschland in einem muslimisch-geführten Hotel ohne Alkohol-Ausschank gelandet waren.

Annika kochte mir Ingwer-Zitronen-Tee und gab mir viele bunte Pillen zur Genesung, als ich mich in Lesotho erkältet hatte.

Und in Malawi zog ich Annika die Fäden, nachdem sie sich kurz vor der Reise beim Hautarzt Leberflecken entfernen lassen hatte.

Die wichtigste Voraussetzung für eine Entdeckungstour war also gegeben: Ein zuverlässiger, Afrika begeisterter Travel Buddy.

Voraussetzung 2 für diese Scout Tour war ein erfahrener, neugieriger Guide und Natur-Enthusiast, ein Allrad-Fahrzeug und ausreichend Camping-Equipment für abgelegene Orte. Hardie war genau der Mann, der die Idee von der neuen SafariScout.com Tour Wirklichkeit werden lassen konnte. Den Südafrikaner mit Uni-Abschlüssen in Zoologie und Wildlife Management hatte ich vor Jahren als Guide in genau dem Camp im Greater Kruger Park kennengelernt, in dem meine deutsch übersetzten Safaris stattfinden sollten. Mittlerweile hatte Hardie seine eigene Safari Firma gegründet und wollte sich auf persönlich geführte Privattouren für Kleingruppen mit dem Fokus auf Wildlife, Flora und Naturschutz konzentrieren. Meine Idee von der Wildtier und Strand Safari passte in sein Konzept und wir begannen die Planung.

Sandrinetta aus Österreich mit Wohnsitz auf Ibiza wurde zur dritten wichtigen Zutat in unserem Safari-Entdeckungsreisen-Cocktail. Annika, Sandrinetta und ich hatten uns in Afrika vor Jahren auf einer Kapstadt-Viktoriafälle-Reise kennengelernt. Zu ihrem 30. Geburtstag vor nicht zu langer Zeit wollte Sandrinetta die Balearen verlassen und entspannt und ohne grosses TamTam im Kruger Park den Abschied ihrer 20iger Jahre begehen. In dem Camp, in dem meine deutsch übersetzten Safaris Jahre später stattfinden sollten. Hardie war zu dieser Zeit Safari Guide in diesem Camp und zusammen erlebten die beiden auf Afrika Tour Elefanten im Sonnenuntergang, eine Python-Schlange, die einen Pavian verspeist und redeten auf den langen Autofahrten im 4×4, was das Zeug hielt. Mit dem Effekt, dass Sandrinetta ihren Rückflug nach Ibiza sausen liess und mit Hardie nun ein reetgedecktes Haus in der Wildnis am Kruger Park bewohnt.

Damit stand also fest: Auf zum Limpopo! Zu Viert! Und danach nach Mosambik!

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